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Bodo Schäfer Partnerprogramm – die Video-Coachings und ihre Provision

Bis zu 108,74 € pro Verkauf – das ist die Zahl, wegen der sich die meisten dieses Programm überhaupt ansehen. Sie gehört zu den beiden Video-Coachings, und sie ist der Grund, warum die Bücher in Diskussionen oft belächelt werden. Nur greift die Zahl allein zu kurz, und zwar in beide Richtungen.

Zuerst das Offensichtliche: Ein einziger Coaching-Verkauf entspricht etwa zwanzig Buchbestellungen. Wer die Wahl hätte, würde immer das Coaching nehmen. Man hat die Wahl aber nicht wirklich, weil die Entscheidung nicht bei dir liegt, sondern beim Leser – und die Hürde ist eine völlig andere. Ein kostenfreies Buch bestellt man nebenbei. Ein Video-Coaching kauft man, wenn man den Anbieter kennt, dem Thema Priorität gibt und gerade das Geld dafür übrig hat. Diese drei Bedingungen treffen selten gleichzeitig zu.

Daraus folgt keine Absage an die Coachings, sondern eine andere Erwartung: Sie sind kein Volumengeschäft. Sie sind der Ausschlag nach oben, der in einem ansonsten unauffälligen Monat den Unterschied macht.

Hier die Produkte nach Provisionsstufe, damit die Größenordnungen nebeneinanderstehen:

Bücher – 5 € pro Bestellung

Video-Coachings – bis zu 108,74 € pro Verkauf

Live-Seminar – rund 19 € pro Anmeldung

Die beiden Coachings decken unterschiedliche Bedürfnisse ab, und das ist für die Platzierung wichtiger als die identische Provision. Das eine dreht sich um Wohlstand im weiteren Sinn – also um Haltung und Umgang mit Geld, nicht um Anlagetipps. Das andere um Sichtbarkeit und Selbstvermarktung und richtet sich damit an Leute, die selbst nach außen auftreten: Selbstständige, Coaches, alle mit eigenem Angebot. Wenn deine Leser vor allem lernen wollen, wie sie ihre eigene Sache bekannter machen, ist das zweite näher dran, auch wenn das erste thematisch besser zum Autor passt.

Ein Punkt, den man beim direkten Bewerben unterschätzt: Bei dreistelligen Beträgen entscheidet nicht der Text, sondern die Vorgeschichte. Wer dich seit einem halben Jahr liest, kauft auf eine kurze Empfehlung hin. Wer über eine Suchmaschine zum ersten Mal auf deiner Seite landet, tut das nicht – egal wie gut du formulierst. Deshalb funktioniert der indirekte Weg über die kostenfreien Bücher für die meisten besser: Getrackt wird über die Sitzung, es zählt, was im selben Bestellprozess mitgeht, und die höherpreisigen Angebote tauchen dort ohnehin auf.

Es gibt allerdings eine Situation, in der die direkte Empfehlung eines Coachings sinnvoll ist: wenn dein Thema exakt darauf zuläuft. Wer einen Kanal über Selbstständigkeit betreibt und regelmäßig erklärt, warum gute Leute unsichtbar bleiben, hat beim Sichtbarkeits-Coaching einen Anschluss, den keine Buchempfehlung ersetzt. In dem Fall ist der direkte Weg nicht riskant, sondern folgerichtig – weil der Text die Vorarbeit schon geleistet hat.

Umgekehrt gilt: Wer ein Coaching in einen thematisch weit entfernten Beitrag setzt, weil die Provision höher ist, bekommt weder das eine noch das andere. Die Leser klicken nicht, und der Beitrag wirkt beliebiger als vorher.

Was ich nicht sagen kann und auch niemand seriös sagen kann: wie oft das passiert. Es gibt keine Quote, die für alle gilt. Wer dir eine nennt, hat sie aus der Luft gegriffen.

Ehrlich bleibt außerdem: Bei einem hochpreisigen Produkt sind Rückgaben und Stornos ein Thema, das es bei einem kostenfreien Buch schlicht nicht gibt. Eine gutgeschriebene Provision ist nicht in jedem Fall eine endgültige.

Wer die Coachings selbst im Konto sehen will – die Anmeldung ist kostenlos, ohne Bewerbung und sofort freigeschaltet, ausgezahlt wird in der Regel monatlich.

Bewerbt ihr hochpreisige Produkte direkt, oder führt ihr grundsätzlich über den günstigen Einstieg – und woran macht ihr das fest?